Bau und erstmalige Benutzung am Gut Loschberg im Waldviertel
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Zum Vollmond am 12.8.2003 fuhren wir am frühen Morgen ins Waldviertel - um eine Schwitzhütte zu bauen - und danach rituell ein zu weihen.
Es war einer der letzten echt heissen Tage und wir begannen den Schwitzhüttenbau mit einem kühlen Drink unter einem riesigen Baum und eine kurzen Vorbesprechung, da von den 8 Teilnehmern 3 noch nie in einer Schwitzhütte waren.

Anschließend wanderten wir in der glühenden Mittagshitze zu einem naheliegenden Feld, an dessen Rand wir rieisige Haselnußzweige schnitten und von den Blättern befreiten.
Diese wurden von einem Traktor - zusammen mit den ebenfalls gesammelten Steinen - zurück zum Ritualplatz geführt. Als Stärkung gab's Zucchinicremesuppe mit frischem Weiß- und Vollkornbrot.

Danach begann der Bau der Schwitzhütte - ich befreite etwas mehr als 1 m² Fläche von Gras für die Feuerstelle - während die Anderen 16 Stecken in Kreisform für die Schwitzhütte in den Boden steckten.
Für das Graben des Steinelochs in der Mitte der Schwitzhütte ließ ich mich dann von meinem Mann ablösen, um mich etwas in den Schatten eines kleinen Bäumchens zu setzen.

Während die einzelnen Stecken in ritueller Form gebogen und befestigt wurden, begannen einige der Teilnehmerinnen Tabak in kleine Beutelchen zu füllen, welche abschliessend *am Dach* der Schwitzhütte befestigt wurden.
Dann wurde das Feuer entzündet und die Steine erwärmt, während wir uns in einer gemütlichen Pause für die Zeremonie einstimmten.

Vor Beginn des Rituals wurde dann die Schwitzhütte mit Decken abgedichtet und abgedunkelt - und die Zeremonie selbst wurde von Sabine mit Gesängen und Rasseln - und vielen Erklärungen zwischendurch - geleitet.
Für mich, die ich das erste Mal an einem derartigen Ritual teilnahm, war es sehr heftig - weniger die fast unerträgliche Hitze, als das zusammen gekauerte Sitzen auf der Erde.

Aber es war wieder mal ein tolles Erlebnis, dass ich nicht missen möchte - und es war sehr reinigend - und hat mich wieder große Schritte weiter gebracht bezüglich loslassen können und es auch schaffen.
Ich danke dem Veranstalterehepaar für ihre liebevolle Betreuung - auch kulinarisch nach der Zeremonie :-)
