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Baum *erdungs* meditation |
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Setz Dich nun bitte bequem hin. Und wenn Du möchtest, kannst Du die Augen schließen. Du brauchst jetzt nichts tun, nur Dich entspannen und mir zuhören.
Doch vorab spür noch einmal hinein in Dich, ob es so, wie Du jetzt sitzt, wirklich angenehm für Dich ist. Wenn nicht, dann ändere Deine Position so, dass es wirklich bequem ist.
Und dann erlaube Dir, so zu bleiben, wie Du jetzt bist. Und während Du alle Geräusche wahrnimmst, die Musik im Hintergrund, meine Stimme und während Du bequem in Deinem Sessel sitzt, kannst Du loslassen. Loslassen von allen Anstrengungen Loslassen von allen Absichten.
Konzentrier Dich auf Deine Atmung, versuch nicht, sie zu ändern, beobachte nur. Und während Du Deine Atmung beobachtest, lässt Du immer mehr und mehr los, sinkst hinein in die Unterlage auf der Du sitzt.
Stell Dir vor, Du gehst genau von hier, wo Du jetzt bist auf eine Sommerwiese. Es ist warm, die Sonne scheint Dir ins Gesicht. Du räkelst Dich wie ein Tier, das gerade erwacht ist, reckst und streckst Dich.
Dann schau Dich um. Du stehst mitten in einer großen Wiese im hohen, grünen Gras mit tausenden von Blumen in allen Farben. Bunte Schmetterlinge fliegen überall, Du hörst die Bienen summen.
Du spürst das Gras unter Deinen Füßen und wanderst etwas auf der Wiese umher. Du riechst, wie die Blumen duften, schaust Dir einen besonders schönen Schmetterling an, gehst von einer Blüte zur nächsten. Du spürst die Sonne auf Deinem Kopf, wanderst ohne Ziel auf Deiner Wiese. Dann schau Dich ein bisschen weiter um.
Du entdeckst ein paar einzeln stehende, große, starke
Bäume. Geh zu ihnen hin und suche Dir den aus, der Dir am besten gefällt. Such
Dir einen besonders kräftigen aus, mit einem starken Stamm und einer schönen
Krone.
Pause
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Wenn Du Deinen Baum gefunden hast, geh zu ihm hin und umarme ihn, rüttle an seinem Stamm, damit Du siehst, dass er wirklich fest steht.
Nun setz Dich bitte auf den Boden, mit dem Rücken an
seinen Stamm. Mach Deine Wirbelsäule ganz gerade, damit sie von oben bis unten
den Stamm berührt. Lehne Dich fest an den Stamm, spüre die Rinde, spüre das
Holz des Baumes, spüre, wie stabil er ist.
Fühle Dich so in den Stamm hinein, dass Deine Wirbelsäule mit ihm verschmilzt,
dass Du die einzelnen Fasern des Holzes spürst. Werde schließlich selbst zu
dem Stamm, fühle die Kraft und Stärke.
Pause
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Nun gehe bitte in Deinem Stamm nach unten. Geh nach unten, bis es dunkel wird und Du in die Erde eintauchst. Spüre Deine dicken Wurzeln, geh weiter nach unten, verzweige Dich in kleinere Wurzeln, geh immer tiefer in die Dunkelheit der Mutter Erde. Lass Dich ganz auf diese Dunkelheit ein, die warme, feuchte, schützende Dunkelheit der Erde.
Verzweige Dich immer weiter, bis Du schließlich aus tausenden von kleinen Wurzelspitzen bestehst. Fühle mit diesen tausend Wurzeln, wie Du von der Erde gehalten wirst und wie Du Dich an ihr halten kannst, kleine Steinchen umfasst, Deine Wurzeln in der Erde eingebettet sind.
Spüre auch, dass dort Nahrung genug ist, dass Du durch
Deine Wurzeln zu trinken und essen bekommst, soviel Du willst, Du brauchst nicht
zu fragen, Du nimmst Dir einfach von Mutter Erde, was für Dich gut ist.
Pause
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Jetzt erinnere Dich einmal an Dein Leben als Mensch. Erinnere Dich auch an Situationen, in denen Du Sicherheit, Standfestigkeit und Geborgenheit brauchtest und sie von den Menschen um Dich herum nicht bekommen konntest.
Jetzt spüre wieder die Erde, spüre die Geborgenheit in
der warmen Dunkelheit, spüre, wie fest Du in der Erde verankert bist. Spüre
die Sicherheit, die Du hier bekommst, die Stabilität und die Kraft.
Du bekommst alles, was Du brauchst.
Pause
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Wenn Du Dich vollkommen sicher fühlst, ganz sicher im Boden, in der Erde verwurzelt bist, dann geh langsam wieder nach oben. Vereinige die vielen Wurzeln wieder zu dickeren, wachse weiter zusammen, zu den noch dickeren. Nimm die ganze Kraft und Sicherheit, die Du mit Deinen kleinen Wurzeln aufgesogen hast, mit nach oben, wie ein Baum seinen Saft nach oben schickt.
Komm nun wieder an die Oberfläche der Erde, es wird wieder hell, und Du gehst im Stamm langsam nach oben. Dort teilst Du Dich in die dicken, starke Äste, verzweigst Dich weiter in die kleineren, bis in die kleinsten Zweige. Gehe schließlich bis in die Blätter des Baumes, werde zu den vielen, vielen Blättern.
Spüre dort oben den Wind und die Sonne, spüre die
Qualitäten des Himmels. Lass Dich vom Wind schaukeln, saug mit Deinen Blättern
die Sonne in Dich auf, bis Du voller Energie bist.
Pause
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Nun erinnere Dich bitte wieder an Dein Leben als Mensch. Erinnere Dich an Situationen, in denen Dir Kraft, Mut und Unterstützung fehlten.
Spüre nun wieder in Deine Blätter, spüre die Sonne auf Deinen Blättern, spüre die Energie, die die Sonne Dir schickt. Spüre, dass genug Energie da ist, dass Du Dich auftanken kannst, dass Du soviel bekommst, wie Du brauchst.
Lade Dich auf mit Bestätigung, Mut und allem, was Du
brauchst, es ist genug da.
Pause
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Wenn Du vollkommen gesättigt bist, Dir genug Licht geholt hast, gehe nun langsam wieder in Deine dickeren Zweige, dann in die dickeren Äste, bis Du Dich wieder im Stamm zusammengefunden hast. Geh den Stamm hinunter, bis Du in der Mitte bist.
Jetzt spüre noch einmal die Erde unter Dir, spüre die Standfestigkeit, Sicherheit und die Geborgenheit, die sie Dir gibt.
Spüre auch nach oben, in Deine Krone, spüre die Energie, den Mut und die Tatkraft, die Du von dort bekommst.
Nun lass diese Qualitäten in Dir zusammenfließen, fühle
den sicheren Halt von Erde und die Kraft des Himmels in Dir. Spüre, dass Du als
Mensch in der Mitte stehst, als Mittler zwischen Himmel und Erde, und dass Du
aus dem Zusammentreffen von Himmel und Erde Deine Kraft und Stärke bekommst.
Pause
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Jetzt gehe langsam zurück in den menschlichen Rücken, fühle Dich aus dem kraftvollen Stamm zurück in Deine Wirbelsäule. Spüre, dass auch Deine Wirbelsäule die Kräfte des Himmels und der Erde in sich vereinigt.
Spüre, dass Deine Wirbelsäule genauso stark wie dieser
Baum ist, dass Du genauso fest verwurzelt bist und Dir die ganze Energie des
Himmels zur Verfügung steht.
Pause
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Mit diesem Gefühl erhebe Dich nun. Bedanke Dich bei Deinem Baum, dass er Dir gezeigt hat, welche Kraft in Dir steckt und dass Du Dich durch ihn neu geerdet hast, sicheren Boden unter den Füßen spürst.
Dann, bevor Du gehst, versprich bitte dem Baum, dass Du ihn öfter besuchen wirst, dass Du immer an ihn denken wirst, wenn Du ihn brauchst.
Nun verabschiede Dich von ihm, gehe zurück zu der Blumenwiese. Suche Dir dort einen Platz, an dem Du Dich wohl fühlst, wo die Blumen stehen, die Du magst und das Gras schön weich ist.
Setz Dich dort hin, lass Dir die Sonne ins Gesicht scheinen und spüre die Erde unter Dir, wie sie Dich trägt. Mit diesem Gefühl komme jetzt langsam in diese Realität zurück. Nimm alle Gefühle und Erinnerungen an diese Reise mit, damit Du sie in Dein Leben integrieren kannst.
Spüre den Sessel, auf dem Du sitzt, spüre Deine Füße, Beine, Arme, Deinen Rücken und Deinen Kopf und komme in dem Tempo wieder zurück, dass für Dich angenehm ist.
Beginne, Dich zu recken und zu strecken, damit Deine Muskeln wieder Spannung bekommen. Dann hole ein paar mal tief Luft, noch tiefer. Und wenn Du bereit bist, öffne Deine Augen.
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