Kalenderwoche 5/2008

28.1.2008 bis 3.2.2008

Ab sofort gibts es auch die Möglichkeit zur Veröffentlichung von Leserbriefen
bitte einfach ein EMail senden
CTM 19.1.2008

 

Tag

Datum

Mond

 

 

Maya

Montag

28.1.2008

Waage  

gelbe rhythmische Sonne

Dienstag

29.1.2008

Skorpion

roter resonanter Drache

Mittwoch

30.1.2008

Skorpion  

weißer galaktischer Wind

Donnerstag

31.1.2008

Schütze  

blaue solare Nacht

Freitag

1.2.2008

Schütze  

gelber planetarer Samen

Samstag

2.2.2008

Schütze  

rote spektrale Schlange

Sonntag

3.2.2008

Steinbock

 

weißer kristaller Weltenüberbrücker

  Die Maya-Links führen zu den direkten Beschreibungen auf www.maya.at

Lichtmess - Imbolc/Imbolg

Viele Geschichten findet man bei googlen im Internet. So viele, dass der eigentliche natürliche Hintergrund manchmal verschwindet. Ca. 6 Wochen nach der Wintersonnenwende feiert man die „Geburt“ des Lichtes – die Tage werden ab dieser Zeit -ca. ab 31.1.- wieder spürbar länger, die Dunkelheit schwindet.
Eigentlich ist es der (bio)logische Beginn des Frühlings.

Im Keltischen wird hier Brigit gefeiert – die Hüterin des Füllhorns über Geburt und Tod, der Archetyp der Jungfrau, Mutter und der alten Weisen.
In der christlichen Tradition ist hier der 2.2. mit Maria Lichtmess bestimmt worden.

Nütze diese Zeit, um bisher schlummernde Ideen, Vorhaben, Ziele ans Licht zu bringen!

© Michael Stingeder aus seinem wegWEISEr 01/08 


Metapher der Woche

Das Holzpferd

Das Holzpferd lebte länger in dem Kinderzimmer als irgendjemand sonst.

Es war so alt, dass sein brauner Stoffüberzug ganz abgeschabt war und eine ganze Reihe Löcher zeigte. Die meisten seiner Schwanzhaare hatte man herausgezogen, um Perlen auf sie aufzuziehen. Es war in Ehren alt und weise geworden …

„Was ist wirklich?“, fragte eines Tages der Stoffhase, als sie Seite an Seite in der Nähe des Laufställchens lagen, noch bevor das Mädchen heimgekommen war, um aufzuräumen. „Bedeutet es, Dinge in sich zu haben, die summen, und mit einem Griff ausgestattet zu sein?“

„Wirklich“, meinte das Holzpferd, „ist nicht, wie man gemacht ist. Es ist etwas, was an einem geschieht. Wenn ein Kind dich liebt für eine lange Zeit, nicht nur, um mit dir zu spielen, sondern dich wirklich liebt, dann wirst du wirklich.“

„Tut es weh?“, fragte der Hase.

„Manchmal", antwortete das Holzpferd, denn es sagte immer die Wahrheit.

„Wenn du wirklich bist, dann hast du nichts dagegen, dass es weh tut.“

„Geschieht es auf einmal, so wie wenn man aufgezogen wird", fragte der Stoffhase wieder, „oder so nach und nach?“

„Es geschieht nicht auf einmal“, sagte das Holzpferd. „Du wirst. Es dauert lange. Das ist der Grund, warum es nicht oft an denen geschieht, die leicht brechen oder die scharfe Kanten haben oder die schön gehalten werden müssen. Im Allgemeinen sind zu der Zeit, da du wirklich sein wirst, die meisten Haare verschwunden, deine Augen ausgefallen; du bist wackelig in den Gelenken und sehr hässlich. Aber diese Dinge sind überhaupt nicht wichtig: Denn wenn du wirklich bist, kannst du nicht hässlich sein, ausgenommen in den Augen von Leuten, die überhaupt keine Ahnung haben.“

„Ich glaube, du bist wirklich“, meinte der Stoffhase. Und dann wünschte er, er hätte das nicht gesagt – das Holzpferd könnte empfindlich sein.

Aber das Holzpferd lächelte nur.


Mandalas dieser Woche

   

Erkenntnis
Herzlichkeit
Unbeschwertheit

Lebensfreude
Sinn des Lebens
Kraft und Stärke


Sturm - Orkan - Los-lassen

Draussen tobt einer der heftigsten Orkane, den ich jemals erlebt habe. Unsere Bäume hinterm Haus biegen sich unter der Wucht des Windes - aber Föhren sind sehr flexibel - und sie biegen sich im Wind - ohne nachhaltige Probleme. Geniale Metaphern für das Leben.

Meine Freundin hat grad vorher angerufen und gemeint - "hast du keine Angst, dass dir ein Baum aufs Haus fällt?" und ich antwortete - nein, im Gegenteil - ich empfinde es eher als Schutz vor den Naturgewalten. 

Irgendwie fasziniert es mich, wenn sich der Kirschlorbeer vorm Haus im Wien bewegt, wenn der Sturm zwischen den Fugen reinschwirrt und die Vorhänge zum flattern bringt, auch, wenn das Fenster und die Türen geschlossen sind. Aber er hat eine derartige Wucht, dass er überall durch die Ritzen heult.

Kraftvolle Naturgewalten toben übers Land - erinnert mich auch an "die wilde Horde" über die viel geschreiben wird in Bezug auf das neue Jahr - und überhaupt - wie eine wilde Horde, welche übers Land tobt - und alles mit fort nimmt, was nicht niet- und nagelfest ist.

Was bedeutet für euch dieser Sturm? Falls ich Lust habt, hier mal mit zu schreiben - Leserbrief genügt - ich freue mich auf eure Rück-Meldungen.

CTM, 27.1.2008


   

die neuesten Spiegelbilder


die Nachdenkgeschichte der Woche (Autor unbekannt):

In einem fernen Land gab es vor langer, langer Zeit

einen Tempel mit tausend Spiegeln.

Und eines Tages kam, wie es der Zu-Fall so will, ein Hund des Weges. Und der Hund bemerkte, dass das Tor zum Tempel der tausend Spiegel geöffnet war – und vorsichtig – und ängstlich – öffnete er das Tor und ging in den Tempel hinein. Und Hunde wissen natürlich nicht, was Spiegel sind und was sie vermögen, und nachdem er den Tempel betreten hatte, glaubte er sich von tausend Hunden umgeben. Und der Hund begann zu knurren, und er sah auf die vielen Spiegel – und überall sah er einen Hund, der ebenfalls knurrte. Und er begann die Zähne zu fletschen, und im selben Augenblick begannen die tausend Hunde die Zähne zu fletschen, und der Hund bekam es mit der Angst zu tun. So etwas hatte er noch nie erlebt, und voller Panik lief er, so schnell er konnte, aus dem Tempel hinaus.

Dieses furchtbare Erlebnis hatte sich tief im Gedächtnis des Hundes vergraben. Fortan hielt er es als erwiesen, dass ihm andere Hunde feindlich gesinnt sind. Die Welt war für ihn ein bedrohlicher Ort, und er ward von anderen Hunden gemieden und lebte verbittert bis ans Ende seiner Tage.

Und die Zeit verging, und wie es der Zu-Fall so will, kam eines Tages ein anderer Hund des Weges. Und der Hund bemerkte, dass das Tor zum Tempel der tausend Spiegel geöffnet war – und neugierig – und erwartungsvoll – öffnete er das Tor und ging in den Tempel hinein. Und Hunde wissen natürlich nicht, was Spiegel sind und was sie vermögen, und nachdem er den Tempel betreten hatte, glaubte er sich von tausend Hunden umgeben. Und der Hund begann zu lächeln, und er sah auf die vielen Spiegel – und überall sah er einen Hund, der ebenfalls lächelte – so gut Hunde eben lächeln können. Und er begann vor Freude mit dem Schwanz zu wedeln, und im selben Augenblick begannen die tausend Hunde mit ihrem Schwanz zu wedeln, und der Hund wurde noch fröhlicher. So etwas hatte er noch nie erlebt, und voller Freude blieb er, so lange er konnte, im Tempel und spielte mit den tausend Hunden.

Dieses schöne Erlebnis hatte sich tief ins Gedächtnis des Hundes eingegraben. Fortan hielt er es als erwiesen, dass ihm andere Hunde freundlich gesinnt sind. Die Welt war für ihn ein freundlicher Ort, und er ward von anderen Hunden gern gesehen und lebte glücklich bis ans Ende seiner Tage.

"Im Mittelpunkt der Zeit"

Roman

Fritz Maywald, Paperback 12 x 18, 196 Seiten, ISBN 978-3-9502233-0-9

zu bestellen bei Amazon

==> mehr über das Buch

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Alle nicht gesondert markierten Beiträge © ChrisTina Maywald
Mitglied der Künstlergruppe CALSI®


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